Pfarreiengemeinschaft Weiler

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Über uns

 

Grüß Gott und herzlich Willkommen bei  der Kolpingsfamilie Weiler im Allgäu!

 

Weiler im Allgäu liegt im Westallgäu, im Tal der Rothach, nur rund 20 km vom Bodensee entfernt. Seit der Gebietsreform bilden die  früheren Nachbargemeinden Simmerberg und Ellhofen zusammen mit Weiler die neue Gemeinde Markt Weiler-Simmerberg.

Das Motto des Kolpingwerkes „Verantwortlich leben – solidarisch handeln“ soll auch unsere Arbeit vor Ort prägen. Als Mitglieder des Kolpingwerkes wollen wir uns als Christen in Familie, Beruf und Arbeitwelt, Staat und Gesellschaft bewähren.

 

Chronik der Kolpingsfamilie Weiler im Allgäu
 

Die Kolpingsfamilie versteht sich als katholischer Sozialverband, der den Menschen im Mittelpunkt seines Handelns sieht.

Die Kolpingsfamilie Weiler wurde als „Katholischer Gesellenverein“ am 12. Oktober 1899 gegründet. Bereits am 4. Juni 1900 wurde das Fest der Fahnenweihe gefeiert. Kurz darauf begann auch die lange gepflegte Tradition des Theaterspielens:  Zum „Silberjubiläum“ des Vereins im Jahr 1924 vermerkt der Chronist: „…wir können in unserer Sache, in unserer Überzeugung, Vertrauen, Mut und Stolz haben, denn hinter uns und über uns steht Gott. Wir sind Mitarbeiter Gottes. Das soll jeder Kolpingsohn wissen und in diesem Sinne leben“.

Nach einigen Jahren ruhiger und harmonischer Arbeit zeigte sich eine neue Gefahr, die alles katholische Vereinsleben zunächst erschwerte und schließlich lahm legte – die Machtergreifung durch den Nationalsozialismus. Nach dieser Zeit war es nicht einfach, die Kolpingsfamilie neu zu gründen. Dennoch war es am 3. November 1947 soweit. Daran hatte der damalige Präses Anton Eiberger großen Anteil, wie auch an der Gründung einer neuen Theatergruppe unter seiner Regie, die fortan jeweils zur Weihnachtszeit mit großem Erfolg meist religiöse Schauspiele aufführte.

Die schnell anwachsende Mitgliederzahl stellte die Verantwortlichen vor neue Probleme, nämlich geeignete Vereinsräume zu finden. Nach jahrelanger Planung und unendlich vielen Sitzungen konnte schließlich 1949 mit dem Bau eines eigenen Kolpinghauses begonnen werden – Einweihung 19. Sept. 1954 durch Diözesanbischof Dr. Josef Freundorfer.

Unsere Arbeit

Unseren Bildungsauftrag nehmen wir ernst und treffen uns zu Vorträgen und Bildungsabenden in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung  im Kreis Lindau regelmäßig in unserem Kolpinghaus. Näheres dazu siehe Programm Kolpingsfamilie Winterhalbjahr 2017/2018.  Besichtigungen in heimischen Betrieben zählen ebenso zu unseren Angeboten wie die Geselligkeit in Form von Spielabenden, Fahrradtouren, Familienwanderungen oder Stadtführungen. Zur Zeit zählt unsere Kolpingsfamilie 59 Mitglieder.

Im Jahr 1969 wurde erstmals eine Altkleider- und Altpapiersammlung durchgeführt. Der Erlös wurde und wird für soziale Projekte, aber auch zur finanziellen Unterstützung des Kolpinghauses eingesetzt. Diese Sammlungen werden bis zum heutigen Tag zweimal jährlich durchgeführt. Darüber hinaus stehen den Bürgern im Gemeindegebiet insgesam 8 Container zur Verfügung, in der ausserhalb der Sammeltermine Altkleider entsorgt werden können.

Am 10. Oktober 1970 wurde im Kolpinghaus des Kolping-Bildungwerk  gegründet, das bis heute zahlreiche Kurse und Seminare anbietet. (siehe Programm KBW Herbst/Winter 2017/2018)

Am 4. Dezember 1983 wurden in Weiler erstmals auch Frauen als Mitglieder in den bisher männlich geprägten Verein aufgenommen.
Ein großes Erlebnis - auch für etliche Mitglieder aus Weiler - war die Seligsprechung des Gesellenvaters und Gründers Adolph Kolping am 27. Oktober 1991 in Rom durch Papst Johannes Paul II.

Nach jahrelangen Bemühungen und Planungen konnte im Oktober 1994 die  Renovierung und Neugestaltung unseres inzwischen 40 Jahre alten Kolpinghauses beginnen und am 12. Mai 1996 mit der Wiedereinweihung durch Diözesanpräses Josef Hosp abgeschlossen werden.
Aus Dankbarkeit für das gute und unfallfreie Gelingen erbaute die Kolpingsfamilie wenige Jahre später die „Kolpingkapelle St. Josef“ im Ortsteil Obertrogen. (Einweihung durch Diözesanpäses Alois Zeller am 19. September 2004). In dieser Kapelle finden während des Sommers regelmäßig Gottesdienste und Andachten statt. Jeweils am 3. Sonntag im September wird mit einem Gottesdienst im Freien des Weihetages gedacht.

Seit 1971 veranstaltet die Kolpingsfamilie Weiler regelmäßig im August oder September einen Berggottesdienst auf dem nahe gelegenen Hirschberg (1095 m) = Langen bei Bregenz. Mit musikalischer Begleitung durch die Musikkapelle Weiler scharen sich bei gutem Wetter jeweils mehrere hundert Besucher um den Altar.

Auch um einen Kinderspielplatz in Weiler kümmerte sich die Kolpingsfamilie im Jahr 1975. Am Platz in der Lindenberger Str. wurde wochenlang gezimmert und gewerkelt, ehe der neue Platz der Gemeinde übergeben werden konnte.

Seit dem Jahr 1975 werden jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Diözesanverband so genannte „Seniorenfreizeiten“ über jeweils eine Woche in verschiedenen Ferienstätten des Kolpingwerkes angeboten, die weit über die Mitglieder hinaus gerne angenommen werden. Informationen dazu bei: Maria Lederle-Huber, Telefon 08387/2162.

Eine Ehre ist es für die Mitglieder der Kolpingsfamilie, jährlich einen der Fronleichnamsaltäre mit einem schönen Blumenteppich zu schmücken.

Einkehrtage oder „Oasentage“ auf der Ebene des Bezirksverbandes, meist gestaltet von der Diözesanleitung, geben jährlich wertvolle geistliche Impulse.

Die Internationale Bodenseekonferenz der Kolpingsfamilie ( IBK ) wurde 1968 gegründet.
Unter dem Motto "Ein See - drei Länder - 10'000 Freunde" gehören ihr derzeit 66 Kolpingsfamilien rund um den Bodensee an. Diese Gemeinschaft bietet grenzüberschreitend Bildungs-Tage, Gottesdienste und gemeinsame Wanderungen mit bis zu 300 Teilnehmern an.

 

Unser Gründer Adolph Kolping (1813 – 1865)

8.12.1813 Geburt in Kerpen bei Köln
1820 bis 1826 Besuch der Volksschule
1826 bis 1837 Lehre und Gesellenzeit als Schuhmacher
1837 bis 1841 Schüler des Marzellengymnasiums in Köln
1841 bis 1842 Studium an der Universität München
1842 bis 1844 Studium an der Universtität Bonn
1844 bis 1845 Priesterseminar in Köln
13.4.1845 Priesterweihe in der Minoritenkirche
1845 bis 1849 Kaplan und Religionslehrer in Elberfeld
7.1847 (Zweiter) Präses des 1846 gegründeten Gesellenvereins in Elberfeld
1.4.1849 Domvikar in Köln
6.5.1849 Gründung des Kölner Gesellenvereins
1.1.1862 Rektor der Minoritenkirche
22.4.1862 Päpstlicher Geheimkämmerer
4.12.1865 Todestag
30.4.1866 Überführung der Gebeine in die Minoritenkirche
27.10.1991 Seligsprechung in Rom

Adolph Kolping wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln geboren. Als viertes Kind eines Schäfers wuchs er in sehr bescheidenen Lebensverhältnissen auf. Da die familiären Verhältnisse den Erwerb einer höheren Bildung, trotz Eignung und Neigung, nicht zuließen, besuchte Adolph Kolping die Volksschule. Danach erlernte er das Schuhmacherhandwerk und war insgesamt zehn Jahre lang in diesem Beruf tätig. Mehr und mehr setzte sich bei ihm der Wunsch durch, die insgesamt als sehr unbefriedigend empfundenen Lebensverhältnisse aufzugeben. Im Alter von 23 Jahren wagte er den entscheidenden Schritt: Kolping gab seinen Beruf auf und wurde wieder Schüler auf dem Marzellengymnasium in Köln. Die Schule absolvierte mit ungeheurer Energie in der kürzestmöglichen Zeit. Dabei war er durch Krankheit und die notwendige Sorge um den eigenen Lebensunterhalt stark in Anspruch genommen. In diesen Jahren entschloss sich Kolping Priester werden zu wollen. Im Sommer 1841 begann er sein theologisches Studium in München, das er später an der Bonner Universität und im Kölner Priesterseminar fortsetzte. Die Priesterweihe empfing Adolph Kolping am 13. 4. 1845 in der Kölner Minoritenkirche.

Kaplan in Elberfeld
Seine erste Stelle erhielt Kolping 1845 als Kaplan in Elberfeld. Hier lernte er den katholischen Jünglingsverein kennen, der 1846 mit tatkräftiger Hilfe des Lehrers Johann Gregor Breuer entstanden war. 1847 wählte der Verein Kolping zu seinem Präses. Im Jünglingsverein (später in katholischer Gesellenverein umbenannt) kamen junge Menschen, zumeist Handwerksgesellen, zu gemeinsamem Tun im geselligen Bereich wie auch zu gemeinsamer Bildungsarbeit zusammen.

Hier fand Kolping seine eigentliche Lebensaufgabe. Nachdem er lange Zeit mit dem Gedanken gespielt hatte, wissenschaftlich tätig zu werden, erkannte er in dem Wirken mit und für diese jungen Menschen seine eigentliche Berufung. Da er selbst lange Jahre Geselle gewesen und daher mit den Problemen dieser Menschen vertraut war, widmete sich fortan in erster Linie dem Wirken an dieser Sache.

Im Jahre 1849 kam Kolping nach Köln. Als Domvikar blieb ihm Zeit, sich durch beispielhaftes Tun, Reisen und geschriebenes Wort für die Ausbreitung des katholischen Gesellenvereins zu engagieren.
Daneben erwarb er sich als Publizist und Volksschriftsteller breite Anerkennung in weiten Kreisen der katholischen Bevölkerung. Kolpings Wirken war erfolgreich. Nach den ersten journalistischen Aktivitäten des Studenten Adolph Kolping begann das regelmäßige publizistische Wirken mit der Übernahme der Redaktion des „Rheinischen Kirchenblattes“ zu Beginn des Jahres 1850. Zum 1. April 1854 verließ er die Zeitung, um als Herausgeber und Redakteur seiner eigenen „Rheinischen Volksblätter“ zu wirken, die er bis zu seinem Tode 1865 betreute.

 

Das Werk weitet sich aus
In den wenigen Jahren, die ihm noch beschieden waren, weitete sich das Werk ständig aus. Im Jahre 1865 gab es bereits über 400 Gesellenvereine in zahlreichen Ländern Europas und in Übersee. Kolping selbst, seit 1862 Rektor der Kölner Minoritenkirche, nahm bei seinem rastlosen Wirken in den verschiedensten Bereichen keine Rücksicht auf die eigene Gesundheit. 1850 wurde er durch den Kölner Erzbischof zum Apostolischen Notar ernannt; 1862 erfolgte durch Papst Pius IX. die Ernennung zum päpstlichen Geheimkämmerer.
Der unermüdliche Einsatz zehrte die Kräfte Adolph Kolpings frühzeitig auf; noch nicht 52-jährig, starb er am 4. Dezember 1865. Auf seinen eigenen Wunsch wurde Adolph Kolping in der Kölner Minoritenkirche beigesetzt.

Vorstand der Kolpingsfamilie Weiler
 

Präses:
Pfarrer Thomas Renftle, Schulstraße 11 -  88171 Weiler im Allgäu
Tel. 08387/414  Mail: pg.weiler@bistum Augsburg.de

Leitungsteam:
Ludwina Schuster, Auf dem Ried 29 -   88171 Weiler im Allgäu  
Tel. 08387/1574  -  ( = Postanschrift Kolpingsfamilie)

Elfriede Sandholzer, Auf dem Ried 11 - 88171 Weiler im Allgäu
Tel: 08387/2103

Hans Hölzler, Auf dem Ried 18  -  88171 Weiler im Allgäu
Leitungsteam – Sprecher  Tel. 08387/2372
Mail: hans.hoelzler@gmx.de

 

Einrichtungen der Kolpingsfamilie Weiler


Kolpinghaus Weiler im Allgäu, Kolpingstraße 12 - 88171 Weiler im Allgäu
Tel: 08387/99263

Geschäftsführung Kolpinghaus e.V.
Karl Josef Müller, Schulstraße 16  -  88171 Weiler im Allgäu
Tel. 08387/1617 - Mail: karl-josef_mueller@web.de
(Buchung von Veranstaltungen, Terminvereinbarungen usw.)

Kolping-Bildungswerk - Weiler im Allgäu
Leitung:
Hans Hölzler, Auf dem Ried 18  -  88171 Weiler im Allgäu
Tel. 08387/2372  -  Mail: hans.hoelzler@gmx.de
Fax: 08387/416 408

Kolping-Kapelle St. Josef
Obertrogen bei Weiler